Schnittstelle= Verbindung mehrerer Systeme. Alltag-Glaube-Gemeinschaft

Donnerstag, März 31, 2005

etwas mit Gott erleben vs. mit Gott leben

Es würde nicht stimmen, wenn ich behaupten würde, dass sich bei mir seit meinem letzten Post nichts aber auch überhaupt nichts getan hätte. Natürlich ist es auf jedenfall so, dass es zur Zeit nicht so "flutscht" wie in Zeiten großer Euphorie. Wenn ich mir jeddoch Zeit genommen habe, irgendetwas mit Gott zu machen, dann hab ich mich in der Regel auch Gott näher gefühlt. Es ist oft eine Frage von zeit und Geduld und "dranbleiben" und auf Gott warten. Oft hab ich ne gute Bibelstelle, nehm mir aber nicht die Zeit mal 10-15 Minuten drüber Gedanken zu machen.
Noch etwas anderes: dieser Spruch "etwas mit Gott erleben" führt vielleicht auf die falsche Fährte. Man denkt dann an außergewöhnliche Ereignisse, daran, dass man irgendwie überwältigt wird, dass von heute auf morgen alles anders wird. Natürlich gibt es sowas immer wieder im Leben, aber solange sollte man nicht das Unspektakuläre übersehen, durch das Gott zu uns spricht. Das "kleine Säuseln" wie bei Eliah, der Gott nicht im Feuer und um Sturm fand, sondern in einem kleinen Windhauch. Das kann einen auch überwältigen, ist aber nicht so "instant" mässig.
Es ist schon viel damit erreicht, wenn man es schafft, die Verbindung im Alltag aufrecht zu erhalten; immer mal wieder ein paar Worte "nach oben" zu schicken.